Erfahrungsbericht Sony RX 100 1 in New York

 

Ich werde sehr häufig von Freunden und Bekannten bezüglich der richtigen Kamerawahl um Rat gefragt.

Sehr vielen (mich selbst da mal miteingeschlossen) fällt es zunehmend schwerer, sich im heutigen Sortimentdschungel zu orientieren und die richtige Kamera auszusuchen.

Gerade wenn die Option, dass gemeinsame Familienauto zugunsten der neuen Kamera zu verkaufen, und dafür dann permanent völlig überladen durch die Gegend zu laufen ausfällt, dann ist eine gut funktionierende Kompaktkamera schon etwas Feines 😉

Ich habe mal die Sony RX 100 1 (mittlerweile gibt es ja zwei Nachfolger) in einem Kurzurlaub in New York getestet und dachte ich schreib mal ein paar Sätze zu meinen Eindrücken dieser Kamera.

 

Ein hochwissenschaftliches Testverfahren hat es nicht gegeben, es geht mehr um einen Erfahrungsbericht. Auch liegt für mich nicht das Augenmerkmal darauf die kompletten technischen Finessen auf Herz und Nieren zu prüfen. Wichtiger ist es für mich eine Kompaktkamera möglichst in allen Bereichen manuell steuern zu können, und somit unabhängig von der Kamerasoftware meine  Fotos so zu gestalten und nach meinen Wünschen Einfluss zu nehmen. Städtetypisch wurden vor allem statische Motive fotografiert…

 

Kamerahandling:

Der Anspruch war keine Bedienungsanleitung in die Hand nehmen zu müssen. Das hat auch tatsächlich gut funktioniert. Die Menüstruktur ist nach kurzer Eingewöhnungsphase nach meinem empfinden recht übersichtlich, aber auch sehr lang, da man viele Einstelloptionen hat.

Gut finde ich, dass einzelne Tasten (z. B. die rechts/links du Mitteltaste) bei Bedarf individuell belegt werden können. Auch bei der Auswahl der FN Taste lassen sich die gewünschten Funktionen in der gewünschten Reihenfolge hinterlegen. Das erleichtert die Bedienung beim fotografieren natürlich enorm, da nicht jedes mal in das Gesamtmenü gewechselt werden muss.

An der Kamera lassen sich alle für mich wichtigen Faktoren manuell regeln.

Die Blende, Belichtungszeit und der Isowert sind manuell wählbar.

Das Autofokusfeld lässt sich festlegen und sucht sich so nicht permanent einen Schärfepunkt, den ich nicht haben möchte. Auch lässt sich das gewählte Feld leicht über die Pfeiltasten verschieben. Der Autofokus arbeitet ordentlich. Die Auslösung erfolgt zackig. Belichtungskorrektur sowie auch eine Blitzbelichtungskorrektur für den intern verbauten Blitz sind ebenfalls möglich.

 

Als Kritikpunkt fällt mir der Verstellring, welcher sich im Bereich der Pfeiltasten befindet, ein. Dieser ist extrem leichtgängig. So ist es mir häufiger passiert, dass ich mit meinen dicken Fingern hier ungewollt drangestoßen bin und somit die Kamera verstellt habe. Ein etwas weniger leichtgängiger Ring würde großen Händen hier wohl entgegen kommen.

 

Zu den Bildern:

Zu den Bildrändern hin ist ein ganz leichter Schärfeabfall vorhanden und es verzerrt gerade im Weitwinkelbereich auch leicht. Alles aber im Rahmen.

Das Rauschverhalten ist auch ganz ordentlich. Klar ist eine Vollformat Spiegelreflex besser, aber für eine so kleine Kamera schon beeindruckend. Jetzt wäre der Vergleich zum aktuellen Modell der Sony RX 100 III interessant – diese soll ja in Punkto Rauschverhalten noch besser sein…

 

Alles in allem kann ich sagen, dass ich mit den gelieferten Ergebnissen wirklich zufrieden bin. Wenn nicht gerade ein besonderes Fotoprojekt ansteht, bleibt die „Große“ bei Städtetrips ohne schlechtes Gewissen zu Hause.